„Herrmännche“ kommt nach Simmern auf Einladung von Daniela Lukas-von Nievenheim

Der Schauspieler Henry Arnold kommt am Dienstag, 4. Juni, nach Simmern. Henry Arnold ist u.a. bekannt aus der Serie „Heimat“ und hat dort die Rolle des Herrmann Simon („Herrmännche“) gespielt. Um 19.30 geht es im Raum 9 des Pro-Winzkinos in Simmern los. Henry Arnold wird mit Text- und Musikbeiträgen zu Europa und Demokratie humorvoll unterhalten und auch zum Nachdenken anregen.

Henry Arnold wurde in Hamburg geboren und ist in München aufgewachsen. Er studierte u.a.
Musikwissenschaft, Germanistik und Geschichte, außerdem Dirigieren an der Universität der
Künste Berlin und Schauspiel in München. Seine Theaterlaufbahn begann er zunächst als
Schauspieler, mit Engagements u. a. an der Freien Volksbühne Berlin, den Staatlichen
Schauspielbühnen Berlin, dem Schauspielhaus Zürich und der Mitwirkung in zahlreichen Film – und
Fernsehproduktionen. Seine wohl prominenteste Filmrolle ist die des Hermann Simon in der
„Heimat“ – Trilogie von Edgar Reitz, mit der er auch international Anerkennung fand. 1995 wurde
er mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet.
1996 begann er, als Regisseur zu arbeiten, zunächst an der Seite von Hans Neuenfels als
Mitarbeiter der Regie und Dramaturg, so u. a. in Stuttgart, Berlin, Frankfurt, Zürich und bei den
Festspielen in Salzburg („Così fan tutte“). Er inszenierte regelmäßig bei den Festspielen
Schwäbisch-Hall (u. a. „Meisterklasse“ von Terrence McNally, Schillers „Der Parasit“, Ecos „Der
Name der Rose“). Es folgten Lortzings „Zar und Zimmermann“ am Staatstheater Darmstadt,
„Hoffmanns Erzählungen“ (Staatsoper Stettin), „Die verkaufte Braut“, „Die Geschichte vom
Soldaten“ und „Die lustige Witwe“ am Stadttheater Gießen sowie „Der König Kandaules“ (A.
Zemlinsky) am Pfalztheater Kaiserslautern im Jahr 2009. Zudem erarbeitete er eigene Projekte, so
in Berlin „Endstation.Sehnsucht“ nach Tennessee Williams im Kunsthaus Tacheles (2005 und 2006)
und mit einer Gruppe junger Schauspieler „Krankheit der Jugend“ von Ferdinand Bruckner (2014).
Zuletzt inszenierte er in Bregenz Beethovens „Fidelio“ (2019) und Mozarts letzte Oper „La
Clemenza di Tito“ (2020).
Als Produktionsdramaturg arbeitete er u. a. in Bayreuth („Lohengrin“, 2010 – 15), Frankfurt
(Enescu, „Oedipe“, auch Übertragung des Librettos ins Deutsche), Staatsoper Unter den Linden
Berlin (Mozart, „La Finta Giardiniera“ 2012 und Richard Strauss, „Salome“ 2018) und in München
bei der Uraufführung von Miroslav Srnkas Oper „South Pole“ (2016).
In den Jahren 2012 -14 hatte er einen Lehrauftrag für Dramaturgie an der Hochschule für
Angewandte Wissenschaften Hamburg inne. Quelle: www.henryarnold.de

Dienstag
04.06.2024
19:30 Uhr
ProWinz Kino
55469 Simmern