Grüne setzen neue Impulse bei den Themen Klimaschutz und Klimaanpassung

In der Kreistagssitzung im Juni wurden zwei Anträge von Bündnis 90/Die Grünen einstimmig beschlossen

Pressemitteilung vom 27.06.2022: „Wir freuen uns riesig, dass unsere Anträge zur Weiterentwicklung des Klimaschutzkonzeptes und zur Klimawandelanpassung so großen Anklang finden“, reagierte die Fraktionsvorsitzende Daniela Lukas-von Nievenheim (Simmern) auf die uneingeschränkte Zustimmung im Kreistag. „Das integrierte Klimaschutzkonzept des Kreises ist schon elf Jahre alt. Mittlerweile sehen nationale wie internationale Gesetze und Vereinbarungen, wie z. B. das Pariser Klimaabkommen, deutlich anspruchsvollere Klimaschutzziele vor. Für den Kampf gegen die Klimakrise muss auch der Rhein-Hunsrück-Kreis seine Ziele weiterentwickeln und auch bei seinen Aktivitäten nochmal nachlegen.  Natürlich sind wir besser als viele andere Landkreise, was die Erzeugung von grünem Strom angeht. Dazu kommen Nahwärmenetze, die neue Biovergärungsanlage, E-Dorfauto- und Radwegekonzepte, um nur einige Beispiele zu nennen. Aber eine aktuelle Energie- und Treibhausgasbilanz ist überfällig. Doch nicht nur bei der Stromgewinnung müssen wir wissen, wo wir stehen und was wir noch aufgreifen müssen, um die Klimaziele zu erreichen, sondern auch in den Bereichen Mobilität und Wärmeerzeugung. Wenn wir in diesen Bereichen unsere Treibhausgasemissionen nicht reduzieren, werden wir den Status eines klimaneutralen Kreises schnell verlieren“, erklärte die Fraktionsvorsitzende.

 „Es braucht langfristige Lösungsansätze in vielen Bereichen. Es kann doch nicht sein, dass Boppard ein Schwimmbad mit einer Gasheizung und Simmern einen Kindergarten ohne Solar auf dem Dach bauen. Auch die Kreisverwaltung wird zukünftig wieder mit Gas heizen. Mit solchen Entscheidungen ist der Vorzeigelandkreis aus der Zeit gefallen. Eine treibhausgasneutrale Kommunalverwaltung mit seinen Einrichtungen könnte auch Vorbild sein.“, sagt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Markus Mono aus Boppard.

„Zur Mobilität gehören die aktuellen Pendlerzahlen, das Verkehrsaufkommen auf der B 50 und die Emissionszahlen des Flughafens Hahn, die in einer Bilanz zu berücksichtigen sind. Unser ÖPNV-Konzept muss grundlegend auf neue Füße gestellt, indem andere Mobilitätsformen ausprobiert werden“, ist sich Ralf Kauer aus der Verbandsgemeinde Kirchberg sicher.

Okka Senst (Kratzenburg) ergänzt: „Deutschland will und muss unabhängig von fossilen Brennstoffen werden, nicht nur wegen der Abhängigkeit von russischem Öl und Gas, sondern auch und vor allem wegen der Klimakrise. Damit die Klimaschutzmaßnahmen auch akzeptiert werden, ist weiterhin auf das besondere Engagement der vielen kommunalen Akteure und deren Fachwissen im Kreis zurückgreifen. Bei der Erstellung beider Konzepte zum Klimaschutz und Klimawandelanpassung setzen wir auf eine große öffentliche Beteiligung.“

„Das Bewusstsein in der Bevölkerung hat sich geändert. Viele Menschen im Kreis möchten zum Klimaschutz beitragen, weil sie die Auswirkungen der Klimakrise spüren: Hitzerekorde im Juni, Waldbrandgefahr, trockene Böden, aber auch Starkregen. Wir müssen uns dringend die Fragen stellen:  Ist der Rhein-Hunsrück-Kreis in der Lage, mit den Auswirkungen des Klimawandels in der Zukunft umzugehen? Wie kann er die Risiken begrenzen und wie passen sich die Kommunen dem Klimawandel an? Ziel muss sein, die zu erwartenden klimatischen Veränderungen sowie die Folgen aufzuzeigen und daraus zielgenaue Maßnahmen zu erarbeiten. Da stehen wir im Rhein-Hunsrück-Kreis noch ganz am Anfang.“, erklärt Martina Hübel, Mitglied im Kreistag und des Verbandsgemeinderats Hunsrück-Mittelrhein

„Klimaschutz und Klimaanpassung gehören unabdingbar zusammen.  Bund und Land haben Sofortprogramme aufgelegt, die wir unbedingt nutzen sollten.  Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Rhein-Hunsrücker Klimaschutz können. Sie sind die große Herausforderung mit vielen Initiativen und Projekten in den letzten Jahren erfolgreich angegangen. Wir stellen uns vor, dass der Landkreis zukünftig der Motor ist.“, so die Grünen im Kreis.

Antrag auf Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes im Kreis mit Klimafolgeanpassung,

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